Was darf mein Hund auf keinen Fall fressen?
Der treue Blick am Esstisch ist schwer zu ignorieren. Trotzdem gibt es Lebensmittel, die für Hunde gefährlich sein können – auch wenn sie für uns ganz normal zum Alltag gehören. Besonders wichtig sind diese sechs Gruppen:
Schokolade und Kakao
Schokolade enthält Theobromin, dunkle Schokolade und Kakaopulver besonders viel davon. Wie riskant eine aufgenommene Menge ist, hängt unter anderem von der Schokoladensorte, der Menge und dem Gewicht des Hundes ab. Bewahre Schokolade deshalb außer Reichweite auf – auch beim Backen.
Weintrauben und Rosinen
Weintrauben und Rosinen können bei Hunden zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Die individuelle Empfindlichkeit ist unterschiedlich und lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Gib sie Deinem Hund deshalb nicht und ruf bei einer Aufnahme direkt in der Tierarztpraxis oder beim tierärztlichen Notdienst an.
Xylit (Birkenzucker)
Xylit kann in zuckerfreien Kaugummis und Süßigkeiten, Backwaren, manchen Erdnussbuttern und weiteren Produkten enthalten sein. Prüfe bei solchen Lebensmitteln die Zutatenliste und halte sie sicher verwahrt. Schon der Verdacht, dass Dein Hund etwas mit Xylit gefressen hat, ist ein Grund, sofort tierärztlichen Rat einzuholen.
Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und Schnittlauch
Diese Zutaten können in roher, gekochter oder getrockneter Form vorkommen – zum Beispiel in Soßen, Suppen, Gewürzmischungen oder Essensresten. Achte daher nicht nur auf einzelne Gemüsestücke, sondern auch auf gewürzte Speisen.
Alkohol und roher Hefeteig
Alkoholische Getränke gehören nicht in den Hundenapf. Auch roher Hefeteig ist gefährlich: Er kann im Magen weiter aufgehen, und bei der Gärung entsteht Alkohol. Lass Teigschüsseln deshalb nicht unbeaufsichtigt stehen.
Macadamianüsse
Macadamianüsse können bei Hunden Vergiftungserscheinungen auslösen. Halte auch Gebäck und Mischungen mit Nüssen außer Reichweite, wenn Du nicht sicher bist, welche Zutaten darin stecken.
Was tun, wenn Dein Hund etwas davon gefressen hat?
Warte nicht erst auf Symptome. Ruf sofort Deine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an und nenne möglichst genau, was Dein Hund gefressen hat, wie viel es ungefähr war und wann es passiert ist. Halte die Verpackung oder Zutatenliste bereit. Bitte löse nicht selbst Erbrechen aus und gib keine Hausmittel, außer eine Tierärztin oder ein Tierarzt weist Dich ausdrücklich dazu an.
Am einfachsten ist Vorbeugung: Bewahre Lebensmittel sicher auf, sichere den Mülleimer und erinnere auch Gäste daran, Deinem Hund nichts vom Teller zu geben. Bei Unsicherheit gilt: lieber kurz tierärztlich nachfragen.